Bengalkatze

Bengalkatzen
Die Katzenrasse Bengal stammt von der wilden Bengalkatze (Prionailurus bengalensis), einer Wildkatze aus Asien, ab. Im Jahr 1963 beschäftigte sich die Genetikerin Jean Mill (Jean Sudgen) erstmals mit der Verpaarung von wilden Bengalkatzen. Jean Mill kreuzte ein Weibchen dieser asiatischen Wildkatze mit einem Hauskater. Ihr Ziel waren Nachkommen mit Körperbau und Zeichnung der Wildkatze wie auch dem Charakter der Hauskatze.

Ein weibliches, getupftes Nachkommen kreuzte sie mit dessen Vater und beendete daraufhin aufgrund des Todes ihres Ehemanns ihre Zuchtversuche.

Anfang der 70er übernahm Jean Mill einige weibliche, getupfte Hybriden aus einem Genetikprogramm der Universität Kaliforniens von Dr. Canterwill. Zur Erforschung der Leukämie hatte dieser ebenfalls die Wildform der Bengalkatze mit Hauskatzen gepaart. Es folgten über die Jahre Einkreuzungen mit weiteren Katzenrassen, u.a. Abessinier, Orientalisch Kurzhaar, American Shorthair und Egytian Mau.

1983 folgte die Registrierung der Bengalkatze als anerkannte Katzenrasse unter dem Namen Bengal Cat bei der TICA (The International Cat Association). 1985 wurde sie erstmals auf der großen TICA-Show vorgestellt und fand reißenden Anklang. Kurze Zeit später legte man den offiziellen Rassestandard der Bengalkatzen fest, der bis heute Gültigkeit hat.

Erst ab der 4. Generation (F4), den Ur-ur-Enkeln einer Kreuzung mit der Wildform, gelten die Bengalen als domestiziert und dürfen auf Ausstellungen gezeigt werden. Heute ist jedoch genug Genmaterial vorhanden, sodass nur noch domestizierte Bengalkatzen miteinander verpaart werden. Um Verwechslungen zu vermeiden, wird die Wildform der Bengal Katze überwiegend Asian Leopard Cat (ALC) oder auch Asiatische Leopardkatze genannt.